Tag I, 31.7. - J 526 Christl

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Segeln 2018 > Atterseewoche
Atterseewoche vom 31.Juli 2018 bis zum 5. August 2018

Erster Regattatag: Dienstag, 31. 7. 2018
Sonniges Wetter, bis 34°C im Schatten, leichter Nordostwind mit 2-3 Bft.

Nach dem Frühstück stehen erstmal Formalien auf dem Programm. Da heißt erst einmal: Anstehen, Anmelden, Natascha als Begleitperson nachmelden, Versicherungsbescheinigung vorlegen, Kaution für den GPS-Tracker bei der langen Wettfahrt  hinterlegen und die DGSVO kompatible Datenfreigabeerklärung darf auch nicht fehlen.
 
Jetzt sind wir bereit in die Atterseewoche zu starten: Zusammen mit den Sonderklassen und den O-Jollen segeln wir in den ersten Tagen der Woche unsere EURO aus. Anschließend dann Yardstick-Segeln und zum Abschluss dann steht noch die Lange Wettfahrt einmal rund um den See auf dem Programm.   
 
Es sind insgesamt 13 J-Jollen gekommen, 12 O-Jollen und 7 Sonderklassen.  Aus dem Norden sind die J 287 Fram und die J 526 Christl da, vom Ammersee kommen die J 500 Zwiderwurz und die J 555 Zygoptera und die J 16 Mannitou, außerdem J 497 Herzblut. Aus dem Allgäu ist J 372 Feuervogel da, vom Bodensee J 445 Bardolino. Die übrigen Boote kommen aus Österreich: vom Wörthersee ist die
J 491 Aera II dabei, die anderen sind am Attersee beheimatet:  Die J 370 Sternenstaub, die OE 12 Pan II, die J 146 Bongo und die J 167 Möwe III.
 
Nach Abschluss aller Formalien werden die Fallen von Christl aufgeklart und um 12 ist dann die Begrüßung durch den Vereinspräsidenten und den Wettfahrtleiter. Die Kursbeschreibung und Antworten auf Fragen werden dabei durchaus kurz abgehandelt (sinngemäß: „So wie immer und der Rest steht in der Ausschreibung“ – reicht doch, oder?).
Der erste Start wird für 14 Uhr angekündigt und da wir ja alles fertig haben, ist eigentlich reichlich Zeit und so setzen wir uns ins Vereinsrestaurant – bis eine ½ Stunde später die Aufforderung zum sofortigen Auszulaufen kommt.
Also los. Einen Pfahl gesucht, aufgeriggt und ‘rausgesegelt.

Wo ist jetzt das Startboot? Nix zu sehen: Wir kommen von einem See, groß wie die Außenalster – wenn man da ein Boot nicht sieht, ist es auch nicht da. Punkt.
Anders hier, hier können ganze Schiffe in der Ferne verschwinden. Aber andererseits: Wenn man den anderen hinterher segelt findet man sie auch.

Es wird ein Up and down kurz mit kurzem Halbwindschlag an der Luvtonne ausgelegt.  Es starten erst die Sonderklassen, dann die J-Jollen – Das Startsignal der Sonderklassen ist unser Vorbereitungssignal – dann die O-Jollen. Schuss bei -5 Minuten, -4 Minuten und Start, zusätzliches Tröt bei -1 Minute.
Wir versuchen nahe des Startschiffs zu starten, werden aber hochgeluvt, ich kann zwar die Wende vermeiden, aber ein guter Start geht anders. An der Luvtonne fallen wir auf Halbwind ab, Halsen um die 2. Tonne auf Steuerbordbug und ziehen den Spi an Backbord. Das Manöver klappt unde Es folgt ein schöner Spischlag. Nach 2/3 des Wegs Spi-Halse zur Leetonne, dann Bergen des Spis. Und nach der Leetonne wieder aufkreuzen – fast identisch zum 1. Kreuzschlag.
Nach den Luvtonnen entscheiden wir uns gleich für den Backbordbug - in der Hoffnung die Tonne diesmal direkt anliegen zu können, aber Pustekuchen: diesmal brauchen wir die Spihalse auf halbem Weg. Dann Wegnehmen des Spis und Zieldurchgang mit halben Wind.
Wir queren die Linie als 12. zwischen Möwe und Feuervogel.
Die Sonderklasse S-126 Fima, die Gewinnerin der Sonderklassenwertung
Das Startfeld der J-Jollen bei ersten Rennen
Das zweite Rennen wird direkt im Anschluss an den Einlauf der letzten O-jollen gestartet:
Wieder die Sonderklassen vorweg, wir in der Mitte und die O-Jollen hinterher.
Diesmal starten wir vom Pin-Ende aus – definitiv eine Minderheitenmeinung.
Wir queren den Startbereich hinter dem Feld, dann kreuzen wir in langen Schlägen auf. Diesmal halten wir uns mehr zum westlichen Ufer, aber auch das hilft nichts. Bis zur Luvtonne segelt es sich gut, mit leichtem Wind um 2 Bft, dann geht’s auf Halbwindkurs, der Spi geht hoch und dann… Dann schläft der Wind ein. Mühsam arbeiten wir uns wieder zurück zur Leetonne und als wir sie fast erreicht haben wird abgebrochen.   Ist nicht schlimm, wir hätten sowieso keinen Blumentopf gewonnen.
Am Startboot wehen die Wimpel N über H, also segeln wir alle in den Hafen. Aber noch bevor wir auf die Idee kommen, das Segel zu bergen, kommt das Signal zum Wiederauslaufen, man will es noch einmal versuchen.
Also alle wieder zurück zur Regattabahn und wieder geht‘s los:
Erster Schuss: Vorbereitung der Sonderklassen. Zweiter Schuss: Noch  4 Minuten – wir segeln etwas abseits, die Sonderklassen brauchen Platz. Dann kommt der Tröt: Noch eine Minute bis zum Start der Sonderklassen – der Wind ist da, schwach zwar, aber stetig. Die Sonderklassen schieben sich unter Vollzeug auf die Linie zu.  Wieder Schuss und die Sonderklassen gehen über die Linie.  Gemächlich laufen die Sonderklassen Richtung Luv-Tonne und wir beginnen unsere Vorstart-Position zu suchen. Wieder 4 Minuten Schuss: Weiter geht’s. Viel Wind ist wenig und irgendwie kommen die Sonderklassen nicht so recht voran – langsam arbeiten wir uns auf die Startlinie zu.

Und dann kommt es wie es kommen musste: Statt des 1 Minuten -Tröt kommt ein doppelter Schuss -und Schluss ist’s mit der Regattasegelei.
Diesmal N über A, also definitiv heute keine Wettfahrt mehr. Damit geht es nun aber wirklich in den Hafen und Christl wird aufgeklart.

Die gewertete Wettfahrt wurde von Hubert Baur auf J 497 Herzblut gewonnen, zweiter wurde Florian Raudaschl auf J-370 Sternenstaub.
Die J-Jollen J-372 Feuervogel und J-491 Aera II
Am Abend findet dann in einem kleinen Gasthof in Ortsrandlage bei bestem Wetter das Spare ribs Essen statt – im lokalen Zungenschlag als Ripperlessen tituliert:  
Alle Segler und ihre Begleiter sind da, Rippchen gibt’s auch genug, nur irgendwie hat was mit der Kommunikation zwischen denen, die Wissen wie viele kommen wollen, und dem Wirt , der sie bekochen soll, nicht funktioniert.
In Null Koma Nix sind die Beilagen aus -  die Küche rotiert und kocht und hackt und schneidet alles auf, was Kühlschrank und Speisekammer hergeben. Allein, es reicht nicht recht. Schade.
J-146 Bongo
J-526 Christl
Die J-370 Sternenstaub
Die J-Jolle J-16 Mannitu
Die J-167 Möwe III
(Alle Photos von Natascha Rybakowski und Renate Rybakowski)

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