Herbst-Regatta - J 526 Christl

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Herbst Regatta 14 September 2012

Was zuviel ist, ist zuviel!

Das Feld vor dem Start

Die Herbstwettfahrt ließ sich eigentlich recht gut an. Mit sonnigen Verhältnissen und frischem Wind fand sich für September schönes Segelwetter.
Angetreten waren neun , darunter auch die frisch überholte Flora und die neu aufgearbeitete Jeton von Winfried Schulze.
Der Kurs ging bei südwestlichen Winden von der Stipsdorfer Bucht bis vor die Promenade, dann nach Klüthsee hoch, zurück nach Stipsdorf und dann zum Ziel zwischen Tonne und Steg.

Der Wind war für uns zwar grenzwertig, schien aber zunächst beherrschbar - insbesondere da wir Larissa am Wochenende zuvor erfolgreich für's Trapez angelernt hatten.

Der Start funktionierte denn auch recht gut, die bevorteilte Seite war eindeutig, das Ein-Minutensignal klar und wenige Sekunden nach dem Startschuß liefen wir mit gutem Fahrtüberschuß über die Startlinie.

Bis zur ersten Tonne hatten wir nur den Zugvogel von Lars Schiffner vor uns, aber nach der Tonnenrundung konnten wir problemlos an ihm vorbeiziehen. Der  Amwindschlag in der Sipsdorfer Bucht war dabei gut zu segeln - mit Larissa im Trapez hatten wir genug Ausreitgewicht, um das Groß mitschiffs zu trimmen und konnten gut Höhe laufen.

Vorwind kamen wir trotz der vorherschenden Westwindlage  durch die Winddrehungen auf Süd auf Backbordbug gut an Spitzenort vorbei und konnten die Untiefe Backbord lassen. So hatten wir unter - vorwiegend - Schmetterling den direkten Anlieger auf die Tonne vor der Badestelle am Klüthseehof.

Auf dem Vorwindschlag,
kurz vor Spitzenort

Die Klüthseetonne konnten wir zwar als Erste runden, aber nicht nur die anschließende Wende war mies, der Wind hatte hier auch die halbe Windstärke mehr als in der Stipsdorfer Bucht, sodaß ich nicht mehr auf Geschwindigkeit segeln konnte:
Schon im ersten Schlag mußten wir mit fliegendem Schoten und obwohl Larissa gestreckt im Trapez stand und sowohl Renate als auch ich außenbords saßen, durch Anluven  - Christl wird bei Lage ziemlich luvgierig - die Bö abwettern.
So hatte ich hier eigentlich meistens die Wahl zwischen Skyla und Charybdis: Entweder durch die Krängung immer knapp an der Kenterung entlang segeln oder Höhe und Geschwindigkeit durch das weit gefierte Segel verlieren:

So zogen die Zugvögel und auch der Jeton an uns vorüber, während wir uns einen Wolf kreuzten.
Die Conger blieben zwar hinter uns, aber nach Yardstick bekamen sie so viel vergütet, daß sie in der Endabrechnung ebenfalls alle vor uns lagen.

Nach dem Zieldurchgang legten wir dann beim Versuch zu halsen eine schöne Piruette hin: Das Steuerbord-Bagstag war auf Steuerbordbug bereits dichtgesetzt,  aber bevor ich zur Halse ansetzen konnte, drückte eine Bö das Groß in das Stag und ich konnte erneut den Druck nur durch maximales Anluven aus dem Boot nehmen.

Der Rest war dann entspannt und ereignisarm mit Abtakeln, Kaffee und Kuchen.

Bilder: Bernhard Werner

In der Jahresabrechnung reicht es erneut für den 2. Platz in der Vereinsmeisterschaft.

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