Euro Tag II - J 526 Christl

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Segeln 2017 > Euro Balatonfüred

Europameisterschaft der 22 qm Binnenjollen

Balatonfüred, 21. August 2017

Karibikfeeling am Balaton
Der nächste Morgen beginnt mit Frühstück in der Sonne auf dem Balkon, dann geht es auch schon zum Boot und pünktllich Viertel vor Zehn sind wir wieder auf dem Wasser.
Erneut weht es mit 4 Bft ablandig aus Nord, es steht aber noch nicht ganz so viel Welle wie am Sonntag.

Es wird ein Up and Down Kurs ausgelegt. Es geht mit einer Kreuz zum Ufer hin los, dort liegt dann eine Luvtonne mit kurzem Halbwindschlag und dann geht es vor dem Wind hinaus auf den See zum Lee - Tor.  Anschließend dann die Kreuz zurück und zuletzt wieder Vorwind zur Start/Ziellinie zwischen Startschiff und Spierentonne.
 
Es sind nur sechs Boote am Start: „Monika“ ist ja wegen ihres gebrochenen Baumes raus und die Fram aus Hamburg muß direkt nach dem auslaufen wieder zurück in den Hafen, weil Manfred feststellt, dass der Lümmelbeschlag gebrochen ist.
Kurs der zweiten Wettfahrt:
I : Erste Kreuz
II: Erster Vorwindschlag
III: Zweite Kreuz
IV: Zieldurchgang
 
Dann der Start zum ersten Rennen:

Unser Start ist okay ( wir queren die Startlinie  im Mittelfeld),  nach zwei flachen Kreuzschlägen bekommen wir einen schönen Lift Richtung Tonne. Diesmal sagt Renate die letzte Wende zur Tonne an, passt gut. Dann auf  Halbwind und um die zweite Tonne herum. Spi gesetzt. Wir fahren einem östlicheren Kurs als „Volker“ und „Bri“ vor uns, liegen damit aber nicht schlecht Richtung Tor. Der Wind ist noch gut zu segeln, es briest aber mehr und mehr auf. Die Mädels vorne kriegen wieder ordentlich was ab, Larissas Pullover ist schon wieder durch.
Auf der zweiten Kreuz können wir nix aufholen, halten aber den Abstand zu „Volker“ und „Bri“ konstant. „Feuervogel“ ist hinter uns. Leider gibtes diesmal keine Lift, wir seglen weit nach Osten 'raus.
Dann folgt der zweite Vorwindschlag, der Wind weht weiter kräftig aus NO, sodass wir Raumschots ohne Spie laufen. Vor der Zieldurchfahrt müßten wir noch einmal Halsen, lieber fahre ich eine Q-Wende und dann geht es mit über 7 Kn in Gleitfahrt in’s Ziel. Dabei kommen wir an „Volker“ vorbei, die gekentert im See liegt, wegen geringer Auftriebskörper mit dem Deck definitiv unter Wasser.

Nach der Zieldurchfahrt halten wir Löagebesprechung: Es ist inzwischen schon wieder ganz schön viel Wind, es schwappt schon wieder ordentlich Wasser im Boot und so entscheiden  wir, dass wir genug haben.   ALso starten wir das nächste Rennen nicht, sondern segeln nach der Zieldurchfahrt heim zum BYC.

Die verbliebenen 4 Boote starten noch das nächste Rennen ( die "Fram" ist nicht rechtzeitg zum Start wieder da, sondern kommt uns aus dem Hafen entgegen).
Aber „Bri“, „Bongo“ und „Feuervogel“ brechen dann das Rennen ab - z.T. noch bevor wir den Hafen erreicht haben - , nur die jungen Poell's auf "Pan II" segeln das Rennen zu Ende.
Die Gebrüder Poell beim Spi-Setzen vor Tihany. (SL)
Am Nachmittag wiederholt sich denn das Bild vom Vortag: Trocknende J-Jollen und J-Jollen-Ausrüstung an der Molle von Balatonfüred. Auch die Fiedlers mit Volker werden  -auf Tauchfahrt - heimgeschleppt und können dann am Steg lenzen.
Nochmals "Pan II" und Tihany. (SL)
Am Nachmittag wiederholt sich denn das Bild vom Vortag: Trocknende J-Jollen und J-Jollen-Ausrüstung an der Molle von Balatonfüred. Auch die Fiedlers mit Volker werden  -auf Tauchfahrt - heimgeschleppt und können dann am Steg lenzen.

Am Nachmittag tagt dann hochoffiziell das Rennfahrtkommitee. Alle Bootsdführer sind zur Sitzung geladen. Da unsere Regattaleiter besser englisch als Deutsch spricht findet die Sitzung auf Englisch statt.

Es gibt zwei Punkte zu verhandeln:
Am Sonntag hatte Wolfgang Fiedler nach den Stunden rund um Tihany die Zieltonne verwechselt und daher das Rennen offiziell nicht beendet.
Auf Antrag der J-Jollen-Vereinigung - also uns Seglern - könne er dennoch gewertet werden. Einstimmig wird diesem Vorschlag zugestimmt und die Wettfahrtleitung aufgefordert, J 258 "Volker" entsprechend zu werten.
Der zweite Punkt ist schwieriger: Beim zweiten Rennen heute (also Rennen  III)  sind 4 Jollen gestartet, aber 3 haben aufgegeben und nur die "Pan II" der Gebrüder Poell ist durch's Ziel gegangen. Es besteht Eingkeit, das dieses Ergebniss nur von beschränktem sportlichem Wert ist, und darum bittet Johannes Poell, dieses Rennen nicht zu werten. Dazu sieht sich die Wettfahrtleitung jedoch nicht in der Lage, da dieses Vorgehen von den ISAF-Regeln nicht gedeckt wäre.
Also wird von Johannes Poell eine schriftliche Eingabe formuliert, die von allen 8 Bootsführern unterzeichnet wird, dass dieses Rennen nicht gewertet werden soll. Nun ist es auch der Wettfahrtleitung möglich, die Zieldurchfahrt nicht zu werten.
Die ungarischen Sportfreunde agieren ganz korrekt - aber es läßt sich dann doch eine Lösung finden.
Nach vollbrachtem Tagwerk beim Persennig-Aufziehen
Susanne und Andreas Poell auf "Bongo", dahinter Mathjias, Sebastian und Johannes Poell auf "Pan II",
im Vordergrund Familie Wechinghaus auf "Feuervogel" (SL)
Auf der ersten Kreuz hinter Volker. (SL)
Larissa und ich auf der Kante
Vor der Wendetonne. (SL)
Auch heute gibt es wieder reichlich Spritzwasser in's Boot
Die "Volker" vom Bodensee nach ihrer Kenterung bei Schlepp nach Hause.
Die klassischen Auftriebskörper sind zwar regelkonform, aber ergeben eine doch nicht ganz optimale Schwimmlage... (SL)
Die Gebrüder Poell im Manöver. (SL)
Auf dem Weg zur Leetonne. (SL)
Das Lied von den 8 kleinen J-Jollen:
 
Acht kleine J-Jollen wollten bei Segeln fliegen,
bei einer, da brach der Baum, da war’n es nur noch Sieben.
 
Sieben kleine J-Jollen liefen aus, als wär's ein Klecks,
bei einem brach der Lümmel raus, da war’n es nur noch Sechs.
 
Sechs kleine J-Jollen segelten Rennen 2,
bei einer kenterte der Rümpf, da war’n es nur noch Fünf.

Fünf kleine J-Jollen kamen ins Ziel,
doch eine sagt "Zuviel wird's mir", da war’n es nur noch Vier.
 
Vier kleine J-Jollen starteten Rennen 3,
doch fuhren drei dann doch heime, da war es nur noch Eine.

Eine kleine J-Jolle fuhr noch durchs Ziel,
doch anullierte sie den Sieg, so dass dann keine über blieb.

Auf dem Weg in's Ziel. (SL)
"Bongo" und "Bri" vor Balatonfüred. (SL)
Abends gehen dann alle zusammen mit dem Wettfahrtleiter und dem Regattaleiter in das Hotel Astoria zum gemeinsamen Abendessen.
Bei milden Temperaturen sitzen wir bis spät abends unter den Bäumen im Hof des Hotels und lassen uns das Buffett schmecken.

(Alle Photos mit "SL" von Szabó Leonhárd vom Balatonfüred Yacht Club aufgenommen, alle anderen von Renate Rybakowski)

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü