SBV-Regatten '16 - J 526 Christl

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Segeln 2016

Wettfahrten des SBV 2016

Erste Sommerregatta 19. Juni 2016

Am 16. Juni startet die erste Sommerregatta des SBV und damit die erste SBV-Wettfahrt für 2016, denn im Frühjahr waren nur wenige Boote und wenig Wind da, sodass die Frühjahrswettfahrt nicht ausgesegelt werden konnte. Holger, Jörg und ich waren schließlich mit Christl noch auf der Rückfahrt und zum Zeitpunkt der Steuermannsbesprechung noch irgendwo vor Berlin.


Eigentlich sind wir viel zu schlaff zum Segeln. Das ganze Wochenende haben wir Gäste aus Paraguay und am Vorabend  haben wir bis in den Morgen das 30jährige Bestehen unseres Lionsclubs gefeiert.
Aber um Halb Zwei raffen wir uns dann doch auf und fahren zum Verein.

Das Wetter ist bedeckt, aber trocken, 16° C. Der Wind weht mit 3 Bft  - in Böen bis 4 Bft - aus W bis SW.


Der Kurs der Christl bei der ersten Sommerregata: Start von Ost nach West, erst gelb, dann grün, dann Lila.

Es treten Holger Kabel und Winfried Schulz auf Winfrieds Jeton an, Bernd Hoffmann und Rüdiger Pallm auf dem Conger "Kumpel", und Familie Schilling auf ihrem Conger "Relax" ; und dann natürlich wir auf "Christl". Aus Sorge um drehende Winde bei Spitzenort legt unser Wettfahrtleiter Bernhardt Werner einen Up 'n down-Kurs in der Stipsdorfer Bucht aus: Von Stipsdorf aus geht es bei W-SW mit 3-4 Bft bis vor die Promenade, zurück um die Stipsdorfer Tonne, dann wieder Promenade - Stipsddorf. Ziel ist dann wie gewohnt zwischen Steg und der Tonne vor der Promenade.


Nach der Ankunft riggen wir auf und laufen mal wieder als Letzte aus. Beim Start angekommen, geht es dann auch schon bald los. Anhand der Flaggensignale identifizieren wir den Startzeitpunkt und gehen wir auf Backbordbug knapp vor dem Pin-Ende über die Linie. Relax muß hinter uns durch gehen. Sofort wenden wir und fangen an aufzukreuzen. Es läuft gut, den Traveller lasse ich eher mittschiffs, das reicht, die Mädels sind schon ordentlich am Ausreiten. Bei kräftigen Böen muß ich z.T anluven, es bleibt aber alles immer beherrschbar.

 
Wir sind als Erste an der Tonne, runden sie und dann halsen wir erst einmal auf Backbordbug. Dann geht der Spinacker hoch. Renate setzt ihn, Larissa bedient die Schoten. Als er steht, zieht er gut und wir erreichen mit über sieben Knoten Gleitfahrt.
In der Stipsdorfer Bucht geht der Spi wieder ’runter, wir brauchen aber etwas, bis alles so verstaut ist, das wir wieder anluven können und verschenken so Raum. Dann wieder die Kreuz - jetzt mit zwei langen Schlägen - zur Promenade und auf zum zweiten Spi-Schlag. Diesmal fahren wir etwas weiter südlich, daher muß ich, um die Tonne in der Stipsdorfer Bucht zu kriegen am Ende etwas übergeigt fahren. So holen wir den Spi relativ früh wieder ein und können dann die Tonne eng runden.
Dann wieder zurück zum Verein, dabei kreuzen wir die Ziellinie eng am Steg. Direkt nach dem Zieldurchgang müssen wir wegwenden, um nicht im Cafe Seerose zu landen.
Als Zweiter kreuzen Holger und Winfried die Ziellinie dann kommt der Conger „Kumpel“ und den Abschluß bilden diesmal die Schillings.

Bei Kaffee und Kuchen verkündet Werner dann die berechneten Resultate:

Auch nach Yardstick bleiben wir zwei Minuten vor Holger und Winfried. Diese wiederum bleiben um einige Sekunden vor den Congern, sodass die Wertung nach YC dem Zieleinlauf entspricht. Und da die Frühjahrsregatta ausgefallen war führen wir das Jahresklassement damit an.      
Das Cafe Seerose am Bootsverleih neben dem SBV

Platz (Yardstick)

Zieleinlauf

1

Rybakowski's, J-Jolle

1

2

Holger Kabel & Winfried Schulz, Jeton

2

3

Bernd Hoffmann & Rüdiger Pallm, Conger

3

4

Rolf und Irmi Schilling, Conger

4

Die Ergebnisse der ersten Sommerwettfahrt

Zweite Sommerregatta 16. Juli 2016


Die zweite Wettfahrt im Jahr findet bei ähnlich kalten Wetterverhältnissen wie die erste statt, immerhin 18° statt 16° zeigt das Quecksilber. Die Sonne läßt sich bei bedecktem Himmel aber nicht blicken - alles in allem ist das ein viel zu kalter und regnerischer Sommer 2016.

Der Wind kommt aus SW mit 3-4 Bft.;  er erreicht in einzelnen Böen 16 Kn und damit knapp 5 Bft.


Diesmal nehmen 6 Boote teil: Neben den Schillings auf ihrem Conger und uns, stößt diesmal Roland Gleis mit seiner Tochter auf dem Holzpirat Penny dazu, Jörg Jokisch hat sich den Vereinsconger geschnappt und Winfried den Kajütkreuzer von Familie Barth ausgeliehen.

Diesmal setzt Bernhard den typischen Westwind-Kurs "Stipsdorf - Promenade - Klüthsee - Stipsdorf - Verein".  


Wir starten auf Bb Bug, wenden nach dem Schuß, aber noch vor der Linie auf Stb-Bug und gehen dann erst über die Linie.

Wir Können uns so bei SW-Wind mit Larissa im Trapez zügig vom Feld absetzen. Nach dem langen Schlag längs des Nordufers der Stipsdorfer Bucht kreuzen wir mit drei Schlägen zur Tonne vor der Promenade auf.

Nach dem Runden der Luv-Tonne setzen wir den Spi auf Stb-Bug. Noch vor Spitzenort halsen wir unter dem Westufer, dann geht es auf Bb Bug weiter bis hinter die Untiefe. Hier wollen wir erneut halsen, allein es kommt eine Böe , die verhindert, dass das Groß über geht. Also breche ich ab und luve stattdessen an. Das Ergebniss ist ein erstens eingefallener Spi, der sich dann zweitens um das Vorstag törnt. Von der Krängung, die der Spi dabei verursacht reden wir mal nicht...

Im zweiten Anlauf gelingt dann die Halse und Larissa klärt den Spi auf dem Vordeck.  


Im Kursverlauf macht sich dieses mißglückte Manöver als S-Schlenker hinter der Untiefe bemerkbar. Dann gehts weiter zur Tonne vor Klüthsee hoch, die wir jetzt gut anliegen können. Das Feld ist inzwischen weit achteraus.


Das Bergen des Spinackers vor der Tonne dauert dann aber relativ lange, sodass wir erst weit hinter der Tonne klar sind. Ich entscheide mich zur Q-Wende statt der Halse und dann geht es zurück auf den Kreuzkurs Richtung Spitzenort. Hier schaffen wir es - meist - ganz gute Wendewinkel zu fahren, sodass wir zügig voran kommen.  Bei viel Wind sind die anderen mit ihren kleineren Segeln sonst gerne mal im Vorteil.

Nach Spitzenort geht's dann Halbwind bis zur Stipsdorfer Tonne und von dort erst unter dem Nordufer der Stipsdorfer Bucht zurück und dann mit 2 Kreuzschlägen in's Ziel.


Der Kurs bei der zweiten Sommerreagatta: rot: Vorstartphase, dann Orange bis Klüthsee-Tonne, dann Gelb, Alle Tonne rot.
Beim Auslaufen
Wir kommen zwar als erste durchs Ziel, aber diesmal ist uns Roland Gleis mit seinem Pirat doch dicht auf den Fersen. Aber nach der Berechnung reicht es dann doch noch : Mit 19 Sekunden Vorsprung auf die 58 Minuten Segelzeit halten wir den 1. Platz nach YS. Puh, knapp.
Boot
Team
Low Point
Platz
ChristlRybakowski11
Pirat Penny
Roland Gleis & Tochter22
Conger Relax
Schillings33
Conger M-Runde
Jörg Jokisch44
Kajütkreuzer Jaka "Alezau"
Winfried Schulz55
Die Ergebnisse der zweiten Wettfahrt

Herbstregatta 11. September 2016

Die diesjährige Herbstwettfahrt findet bei schönem Herbstwetter statt. Die Sonne schaut immer wieder zwischen den Wolken durch, die Luft hat 23° und der Wind weht mit mäßigen 4-5 Knoten aus West, ist allerdings etwas böig mit Böen bis max. 10 Kn.

Doch insgesamt schönes Segelwetter. Fünf Boote mit ihren Mannschaften finden sich zusammen, um zur Wettfahrt zu starten. Es wird wieder der typische Westwindkurs ausgesteckt: Start in der Stipsdorfer Bucht, hoch zur Promenade, dann Richtung Klüthsee und zurück zum Verein nach Rundungen von Spitzenort und der Stipsdorfer Tonne.  

WIr können relativ entspannt starten: Da wir die letzten beiden Wettfahretn auch nach YS gewonnen hatten, sollte uns auch ein vierter Platz zum Gesamtsieg reichen.


Kurs der Herbstwettfahrt. 3 Tonnen: rote Punkte, Start und Ziel eingezeichnet
Wir fahren den Start auf Steuerbordbug an. Die Startlinie passieren wir als Zweite hinter dem Jeton von Holger Kabel und Winfried Schulz. Nach der Linie wenden wir dann sofort weg, um in freien Wind zu kommen.  Ab jetzt führen wir. Auf dem 2. Steuerbordbug kriegen wir einen schönen Lift, kurzer Holeschlag, dann erneuter Abbacker, sodass wir wieder auf Steuerbordbug gehen. So kommen wir aber viel zu weit nach Nord und müssen ein ganzes Stück zur Tonne runtersegeln. Und kurz vor der Tonne dann wieder ein Winddreher zu unseren Ungunsten, sodass wir die nächste Wende zu früh ansetzen und natürlich einen Extraschlag brauchen, um die Tonne zu runden.

Aber das eigentliche Drama fängt jetzt erst an: Nach der Wende ziehen wir den Spi, das Manöver klappt auch gut, aber er steht nicht gut und um ihn zum Stehen zu bekommen fahre ich etwas westlicher als Holger und Winfried, die streng auf Spitzenort zu halten. Und wenn man bei Westfind unter das westliche Ufer fährt, dann kommt man eben in die Windabdeckung und die anderen fahren im Windstrich vorbei. Der Spi fällt ein, wird geborgen und wir fahren erstmal hinterher.

Der Wind hinter Spitzenort kommt jetzt raumschots, wir bleiben östlich der Untiefe könnten retrospektiv jetzt wieder den Spi setzen, was wir aber nicht tun - nach dem Getüdel vor Spitzenort hat keiner Lust  das Risiko einzugehen.
Die Tonne runden wir noch als Zweiter hinter Holger und Winfried und bleiben unter dem Ostufer. Der Jeton fährt zunächst einmal nach West, um dann direkt auf die Untiefe und Spitzenort zuzuhalten. Damit haben wir ihn, auf halben Weg zur Untiefe machen wir einen Holeschlag, bleiben aber mit dem Jeton gleich auf und könne dann laaangsam weg ziehen. Irgendwo auf dem Weg nach Spitzenort kommt uns dann auch das übrige Feld entgegen.

Um Spitzenort kommen wir mit nur 2 Kreuzschägen herum (und einer klitzekleinen Grundberührung an der Untiefe vor Spitzenort). Dann geht es direkt auf die Tonne zu, Holger und Winfried kommen erst um Spitzenort, als wir die Tonne fast erreicht haben.
Dann noch zwei Kreuzschläge zurück und direkt vor dem Steg gehen wir als erstes Boot über die Zielinie.  
BootBesatzungEinlaufPlatz nach YS
         
Christl
Rybakowskis
11
Jeton
Kabel / Schulz
22
Pirat Gleis Penny
R Gleis & Tochter
33
Monarch Lumpi
Hanni Jansendnf4
Kajütkreuzer Jaka „Alezau“
Barth & Vorschoter
dnf4
Und tatsächlich haben wir auf dem Rückweg von Klüthsee Holger und Winfried so viel abgenommen, das es auch für den ersten Platz nach YS reicht - allerdings fällt die Führung mit nur einzelnen Sekunden Vorsprung denkbar knapp aus.
Stegimpressionen

Gesamtwertung
Boot
FrühjahrSommer ISommer IIHerbstLowpointPlazierung
Christl
dnc(4)
11171
Jetondns(4)2dnc(6)2142
Penny
dnc(4)dnc(5)23142
Relax
dns(4)
43dnc(4)153
Kumpel
dnc(4)
3dnc(6)dnc(4)174
M-Runde
dnc(4)dnc(5)4dnc(4)174
Alezau
dnc(4)dnc(5)5dnf(4)185
Lumpi
dns(4)dnc(5)dnc(6)Dnf(4)196
Und in der Jahresendabrechnung dürfen wir dann tatsächlich auch den Pokal mit nach Hause nehmen - und kommen gleich zweimal in die Zeitung!
Bericht der Lübecker Nachrichten über die Regatten des SBV
vom 14. September 2016
Bericht der Lübecker Nachrichten über die Preisverleihung
vom 16. November 2016
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